Rückblick

DORA CELENTANO

pretty little liars

23. April   –   4. Juni

Jepg homepage

Die aus Oberhausen stammende junge Künstlerin studierte zunächst an der Folkwangschule der Künste in Essen Kommunikationsdesign. Seit 2012 ist sie zum Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, zuerst in der Klasse von Rita McBride und seit 2014 in der Klasse von Prof. Stefan Kürten.

Dora Celentanos sonderbare Bildwelten sind gleichermaßen verlockend wie irritierend. Formal setzen sich ihre Malereien aus objekthaften Assoziationen, aus Versatzstücken von „modernen Idyllen“ zusammen, welche sich collageartig über die Bildfläche verteilen. Die leicht anmutende Art des PInselstrichs, die pastelligen Farbtöne, die großflächigen Farbaufträge und kaum vorhandene Begrenzungslinien imiplizieren große Leichtigkeit und Offenheit im Ausdruck.

Auch, wenn es auf den ersten Blick so erscheinen mag, geht es in den Arbeiten nicht um die Abbildung paradiesischer Orte, oder das Definieren von Traumwelten .
Vielmehr erzeugt Dora Celentano in Ihren Bildern diese spannungsvolle Atmosspäre der Sehnsucht, die sowohl von den Fragmenten, als auch gleichermaßen wesentlich von deren Umraum in der Bildanlage, von verdeckten Flächen und blinden Flecken, getragen ist. Ihre Inspirationen für diese unschuldigen Welten entspringen eher im eigenen Hinterhof, innerhalb von Urlaubsanlagen oder Bildern „ modernen Stadtansichten“.

Simone Klerx

augenscheinlich

10. März – 17. April 2016

JPEG Klerx

SIMONE KLERX
geb. 1980 in Neuss , 2005 – 2013 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Markus Lüpertz, Prof. Siegfried Anzinger und bei
Prof. Lucy McKenzie
Meisterschülerin von Markus Lüpertz
2013 Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf

Mit den Mitteln der Malerei interessiert sich Simone Klerx für das Spannungsverhältnis von Volumen und Fläche, von räumlicher Illusion bei gleichzeitiger Abwesenheit von Raum.

In manchen ihrer Arbeiten tragen feine sinnbildliche Anklänge das figurative Bildgeschehen, in anderen dominieren eher abstrahierte Formen von Flächen und Körpern, die gefaltet, geschichtet, gekippt und geschnitten werden. Die Künstlerin spielt in vielfältigen Varianten mit den Möglichkeiten der Form, des Lichtes und des Raumes, welche sich im Bild zu komplexer Einheit zusammenfügen. Ihre ausgewählten Objekte kombiniert sie niemals zufällig, sondern mit minutiöser Planung und größter Sorgfalt in der Ausführung sowie mit philosophischem Kalkül.

So lässt die Simon Klerx Bilder entstehen, deren konstruktives Gefüge von Sichtbarem und Verborgenem den Betrachter auch mit seiner Inhaltlichkeit in den Bann zieht.

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Plakat Teegesellschaft Florence klein

Eine Ausstellung mit graphischen Arbeiten von

Santiago Botero, geb. 1988 in Medellin, Kolumbien / Studium der bildenden Künste an der University of Columbia / 2011 Abschluss als Meister der bildenden Künste mit Auszeichnung / lebt und arbeitet in Paderborn

Nicole Florence Marc, geb. 1988 in Aschaffenburg / Studium an der Akademie der bildenden Künste, München bei Prof. Markus Oehlen / 2015 Diplom der freien Kunst / lebt und arbeitet in Paderborn

Esther Sewing, geb. in Dortmund / seit 2011 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Prof. Siegfried Anzinger und seit 2014 in der Klasse von Prof. Stefan Kürten

Friederike Stachowitz, geb. 1990 in Berg. Gladbach, 2010 Studium an der Alanus Hochschule, Alfter 2011 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Prof. Siegfried Anzinger

Die vier jungen Künstler sind zur Teegesellschaft beim Märzhasen geladen. In Ihrer jeweils eigenen zeichnerischen Sprachlichkeit entwerfen sie Denkräume, die miteinander in Beziehung treten. Frei nach Richard Serra : „Drawing is another kind of language“

„Der Begriff der Teegesellschaft ist ja eigentlich ein spielerischer, verweist aber gleichzeitig auf eine Tradition, die wesentlich der Zeit und dem Umfeld der Romantik entsprungen ist. Sehr häufig waren Frauen die Gastgeber, man denke an Bettina von Arnim oder Rahel Varnhagen, die Gäste in ihre privaten Räume einluden, zu Gesprächen und Gedankenaustausch über das Leben im allgemeinen, über Philosophie, Literatur und Zeitgeschehen.

In diesen Teegesellschaften konnten Gedanken und Wahrnehmungen von großer Subjektivität und Authenzität gefasst und formuliert und zur Diskussion gestellt werden. Sie dienten der Hervorbringung und der Gestaltgebung und Untersuchung dieser Positionen. Die instrumentelle Vernunft hatte hierbei nicht die Vorherrschaft, vielmehr sollten Ansprüche und Gedanken des individuellen Subjekts formuliert werden.

Diese Teegesellschaften haben im Laufe der Zeit immer wieder verschiedene Formen angenommen von der Tafelrunde über den literarischen Salon bis zum Kaffeekränzchen. und bei Lewis Caroll , der ja dem Märzhasen eine literarische Gestalt gegeben hat, ist es die verrückte Teeparty beim Hutmacher, eine Station auf Alice Wanderung durch einen Irrgarten einer bedrohlichen, von Unlogik charakterisierten Welt.

Heute sind hier zur Teegesellschaft vier junge Künstler geladen, ihre subjektiven Positionen vorzutragen.

Ihren Arbeiten ist zunächst einmal gemein, dass alle vier ganz genuine künstlerische Techniken einsetzen. In diesen Arbeiten werden weniger die Möglichkeiten neuer Techniken untersucht, sondern alles erwächst sozusagen aus dem einfachen Strich auf dem Untergrund – die klassische Form der Zeichnung.
Diese Zeichnungen dienen aber nicht, wie sie es früher einmal war, als Werkzeug der Naturnachahmung, als Mittel zur Erforschnung und Vermessung des Objektes, sondern die zeichnerischen Mittel sind zu einen Instrument der Erforschung von etwas geworden, das unter der sichtbaren Oberfläche der Dinge verborgen liegt. Sie sind hier das künstlerische Aussdrucksmittel selbst und die Zeichnung ist die eigentliche künstlerische Arbeit.

Beuys hat mal so etwas gesagt, wie, dass die Zeichnung ein unerschöpfliches Repertoire der menschlichen Kultur berge.
Als eigenständige Kunstgattung, birgt sie immer den Schein der Suche, immer etwas von einer genialischen Ursprugsidee, die gerade deshalb fasziniert, weil sie unausgefürt bleibt. Das ist das, was der Titel ‚fragmente‘ aufgreift.

Die vier KünstlerInnen beschäftigen in den hier ausgestellten Arbeiten nicht brandaktuellen Themen, trotzdem sind sie aus Zeitströmungen erwachsen und auf sie unmittelbar bezogen.

Esther Sewings zeigt 3 Arbeiten in der Technik der Kohlezeichnung und einen Holzschnitt. Die Kohle, die vor jahrmillionen mal ebenfalls Holz war, bringt jetzt wieder hölzerne Strukturen auf Papier, ähnlich auch, die in Holz gearbeiteten Druckplatte. Sie unterwirft das Holz gleichsam einer Metamorphose.

Nicole Florence Marc, die in München in einer Punkklasse bei Markus Oehlen studiert hat, lässt mit feinen Stiften: Bleistift, Filzstiften, Kohle oder auch Kugelschreiben, organische Gebilde entstehen, diese scheinen beinahe etwas zu entwickeln wie eine eigene Dynamik, eine Art Eigenleben. Es sind Formen von ungebändigtem Wachstum, irritiernd, manchmal bedrohlich verschlingend und überwuchernd, aber auch neu erschaffend.

Santiago Botero arbeitet mit Metaphern und Allegorien, wie der Denker von Rodin, den er in der Zeichnung in Stein zu verwandeln scheint. Über seinem Kopf kreisen Vögel, die bei genauem Hinsehen auf dem Rücken fliegen. Die Tiere ? —kämpfen sie gegen ihr Spiegelbild, gegen eine Chimäre, oder…?

Friederike Stachowitz schafft mit der Technik der Radierung und des Zinkstichs menschliche Figuren, Frauen, deren kräftige, voluminöse Körper aus anatomisch sezierten Muskelsträngen zu bestehen scheinen, diese stehen aber einerseits in deutlichen Kontrast zu der sensiblen Brüchigkeit der Strichs, mit dem sie gestaltet sind, und andererseits zu ihrer Stellung und unsicheren Körperhaltung in einem undefinierten, zeitlosen Raum.
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Bei allen diesen Arbeiten geht es vorrangig um die Kraft der Zeichen, Zeichen, die nichts beweisen, sondern nur sagen, dass es sie selbst geben kann. Sie sind allesamt Zeichen mit chimärenhafter Magie, Zeichen, die Imaginationen erzeugen.

Hannah Arendt, die vielleicht etwas von der zugrundeliegenden Idee in einem umfassenden Gedanken so formuliert :

„Die Vergangenheit, die ganz weit zurück an den Ursprung reicht, zieht nicht nach rückwärts, sondern drückt vorwärts, und im Gegensatz zu dem, was man erwarten würde, ist es die Zukunft, die uns in die Vergangenheit zurücktreibt. Es geht nicht darum zur Vergangenheit zurückzukehren, sondern um Möglichkeiten zu realisiern.“

Vielleicht ist es eine Attacke auf das Zeitbewußtsein……

Leander Kresse

GREENBOX / BLACKBOX

Wolfsschlucht, 2015, Mischtechnik auf Leinwand, 30x73 cm

5. November 2015 – 16. Januar 2016

Vernissage : 4.November 19.00 Uhr

Leander Kresse, geb. 1974 in Dortmund
1995 – 2001 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
2001 Meisterschüler von Prof. Markus Lüpertz, zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

Leander Kresse ist Maler! Sein zentrales Interesse gilt der Erkundung und Variation dieser traditionellen Ausdrucksform.
Leander Kresse kommt aus der klassischen Malerei, entwickelte seinen Stil, weg vom Erzählerischen allmählich hin zu Experimenten mit Fläche und Farbe in einer konstruktivistischen Phase, bis hin zu reinen Streifenbildern. Und von dort aus wieder zurück.

In seinen neuesten Arbeiten sind es Landschaftsbilder, die er entstehen lässt. Bäume, Blattwerk, Ranken. Geschlossene Flächen von Farbe und Streifen, auf Molton und Samt aufgebracht, dekonstruiert er gleichsam wieder, schafft dadurch Durchblicke und Ausblicke, schafft Strukturen und Formen. Lichtes und Dunkles, Materie und Transparenz, Gegenständliches und Raum. Mosaikartig geben sich manche Flächen, arabeskenhaft winden sich pflanzliche Strukturen, oft leuchtend und klar scheint der Hintergrund.

Landschaft, in der chinesischen Malerei schon immer als Spiegel für etwas Höheres, Transzendentes stehend, findet sich in der Kunst Europas seit dem 17. Jahrhundert als eigenständiges Genre. Leander Kresse zeigt, dass das Thema auch in der jungen Kunst heute alles andere als erschöpft ist, und auch für die Rezipienten von Kunst in den Zeiten einer medial geprägten Bildsprache, durch Malerei zu einem sinnlichen und imaginären Erlebnis der besonderen Art werden kann.

Ralph Merschmann

PLUTO

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19. September – 31. Oktober 2015

Vernissage 18. September 19.00 Uhr

Ralph Merschmann, geboren 1963 in Lippstadt, 1985 – 1992 Studium an der Kunstakademie Münster, 1992 Meisterschüler bei Ulrich Erben, 2003 Stipendium des Landes NRW, Schloss Ringenberg, lebt und arbeitet in Köln.

Seine abstrakten Arbeiten sind kleinformatige, meist auf Holz aufgebrachte Farbe – und Formspiele. Dabei lässt der Künstler komplexe Flächenstrukturen, ornamentartige Gebilde oder auch scheinbar klare Ordnungen aus bekannten und vertrauten Grundformen entstehen. Durch das Spiel von Farbe und Schichtung, durch Reihung und Überlagerung, Ordnung und Chaos entwickelt er vielfältige Kompositionen, die mal mit tänzerischer, klingender Leichtigkeit, mal mit Spannung gehaltener, subtil gefährdeter Balance, mal voll des drängenden Durcheinanders daher kommen. Die alltäglichen Formen geben sich zwischen barocker Üppigkeit, moderner Reduktion, zwischen Verspieltheit und Intellektualität, springen zwischen Profanem und Kostbarkeit, zwischen Technik und Ornament. Den Betrachter lassen sie stets im Ungewissen.

Die Arbeiten von Ralph Merschmann wurden in einer Vielzahl von Einzel – und Gruppenausstellungen z.B. in Berlin, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Münster gezeigt.

Prae Pupityastaporn

ONCE UPON NOW

Malerei

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23.Juli bis 5.September 2015

Vernissage : 22. Juli 2015 19.00 Uhr

Die gebürtige Thailänderin Prae Pupityastaporn studierte zunächst in Ladkrabang visuelle Kommunikation, anschließend seit 2007 Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach a.M. bei Prof. Adam Jankowski. Von 2012 bis 2015 war sie Meisterschülerin des österreichischen Künstlers Prof. Herbert Brandl an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Juni erhielt sie ihren Akademiebrief.

Ihre Arbeiten waren bereits in verschiedensten Ausstellungen zu sehen.

Mit ihren Bildern bewegt sich die Künstlerin auf spezielle und eigenartige Weise auf der Grenze zwischen realer und fiktiver Welt.

Als Quelle für ihre ausgesuchten und genau durchdachten, malerischen Kompositionen nutzt Prae Pupityastaporn Bücher, Filmszenen und auch das Internet. Dieses Material entwickelt sie im malerischen Prozess zu eigenen, ganz neuen Bildern, künstlichen Bildorten, die den Betrachter verfangen in der Ambivalenz zwischen Realität und Fiktion. Dabei stehen für die Künstlerin immer das Bild und sein Thema, die Geschichten und Assoziationen und deren Verfremdung durch Überlagerungsprozesse im Zentrum des Interesses, wodurch sich gewisse Anklänge an den Surrealismus ergeben.

Als Malerin steht sie in einer der klassischen Tradition entlehnten Haltung. Perspektive, Komposition, sensible gesetzte, sehr stimmige Farbwerte in Zusammenspiel mit der Technik der Farbschichtung schaffen Tiefe und Dreidimensionalität.

Die in den Motiven erkennbaren realen und fiktiven und auch mythischen Komponenten begegnen sich in der Phantasie des Betrachters. „In der Tat tauchen beim Gang durch die Ausstellung vielfältige Assoziationen auf, die scheinbar schon oft Gesehenes mit neuem Unbekannten verbinden und auf diese Weise eine neue Welt entstehen lassen, die sich dem Betrachter erst bei einem genaueren Blick eröffnet.“ ( Michael Menzel, Themen der Zeit, 24.07.2015 )

Sonderausstellung

1.Juli bis 15.Juli 2015

Marino Marini

Repliken aus der Werkausgabe1968 von der Dietz Offizin, Handpresse, Lengmoos/Obb.

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Klaus Pichler

JUST THE TWO OF US

Fotoausstellung im Rahmen der Paderborner Fototage 2015

30.Mai – 27.Juni 2015

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Einmal jemand anderer sein, wer träumt nicht davon? Eine Möglichkeit, sich ein Alter Ego zu schaffen, ist die Verkleidung, der man sein Verhalten anpassen kann und in der man von außen mit anderen Augen wahrgenommen wird. Egal aus welchem Antrieb heraus sich jemand eine Verkleidung zulegt, ob als Brauchtumspflege, aus Fantum, ob als Requisite für ein Spiel oder als völlige Neuerschaffung der eigenen Identität, ein Grundprinzip bleibt, die „Zivilperson“ tritt hinter die Maske zurück und wird zu jemand anderem. Klaus Pichler interessiert sich für beide, – für das Kostüm und für den Menschen darunter.

Für seine Fotoserie JUST THE TWO OF US hat er Menschen, die von Zeit zu Zeit in diese zweite Haut schlüpfen in ihrer eigenen Wohnung besucht und fotografiert. Denn nirgendwo anders scheint der Mensch, der unter der Kleidung verborgen ist, so sehr durch, wie in diesem Setting. Trotz der oft skurrilen Bilder, die sich so ergeben, gelingt es Pichler, die Menschen mit großer Sensibilität und großem Respekt darzustellen. Frei von Voyeurismus zeigt die Ausstellung intime Blicke in eine für viele befremdliche Welt.

Drei Jahre lang, von 2012 – 2014, hat Klaus Pichler für dieses Fotoprojekt gearbeitet. Entstanden sind sehr ästhetische Bilder, die gleichermaßen absurd und anrührend sind.

Klaus Pichler, Wien
Klaus Pichler ist nach seinem Studium der Landschaftsarchitektur als Fotograf tätig und hat zahlreiche Projekte zu verschiedenen Themen initiiert. Seine Fotos wurden in Ausstellungen in aller Welt gezeigt und sind in vielen Magazinen, Zeitungen und Büchern abgebildet worden. Er ist Autodidakt, was zu erwähnen ihm sehr wichtig ist.

FTP

Die Ausstellung „Forward to Paradise“ zeigt vom 30.4. bis zum 22.5. drei Künstlerinnen der Kunstakademie Düsseldorf mit Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Graphik und Objekt.

Steffi Prohaska

Skulptur, Fotografie, Illustration

geb. in Cottbus

2004 Studium Kommunikationsdesign an der FH Aachen
2008 Diplom mit Auszeichnung
seit 2011 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Thomas Grünfeld

Esther Sewing
Graphik, Malerei

geb. in Dortmund

seit 2011 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Siegfried Anzinger
2014 Klasse Stefan Kürten

Friederike Stachowitz
Malerei, Graphik

geb. in Berg. Gladbach

2010 – 2011 Alanus Hochschule, Bonn
seit 2011 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse Prof. Siegfried Anzinger

Die Kunstakademie Düsseldorf ist eine der freiheitlichsten Hochschulen und genießt ein hohes nationales und internationales Ansehen. Die Klassen werden angeleitet von Professoren, die als Künstler eine bedeutende Stellung für die Kunst der Gegenwart haben.

Die drei Künstlerinnen studieren in verschiedenen Klassen bei unterschiedlichen Professoren. Dem Thema „Paradies“ nähern sie sich sowohl formal wie thematisch in höchst unterschiedlicher Weise.

Friederike Stachowitz gestaltet in großformatige Öl auf Leinwandbilder, mit pastellähnlichem leichten Farbauftrag einen lyrischen, fast surrealen Zugang zum Thema. Sie spielt mit der Polarität des Weichen und des Harten, des Kraftvoll-Äußeren und des Verträumten-Inneren. Der Topos ist der weibliche Akt, allerdings mit androgynen Elementen…

Esther Sewings großformatigen Kohlezeichnungen zeigen einen mikroskopischen Blick auf die Natur. Die kraftvoll-dynamischen schwarzen Linien auf dem weißen Untergrund wirken zunächst hart und bedrohlich und doch ist das Dargestellte sehr zerbrechlich und vergänglich. Jeder Strich zählt, nichts ist fixiert, eine unbedachte Berührung könnte alles sofort zerstören.

Steffi Prohaska gestaltet Natur als frei gedacht und artifiziell geformt, ein Garten Eden, in dem alles gleichzeitig blüht und gedeiht. Irritierend ist an ihren üppigen Blumenstillleben jedoch, dass alles, was sich vordergründig als natürliche Erscheinung gibt, künstliche botanische Modelle sind, und damit artifizielle, idealisierte Abbildungen einer viel komplexeren Realität.

( nach Dr. Erhard Hofmann, Einführung in die Ausstellung )