Aktuelle Ausstellung

SIMON HESER    EVA HAUPT

PAS DE DEUX

Ausstellung vom 4. 10. – 15. 11. 2019

Ausstellungseröffnung : Freitag, den 4. Oktober 19:00

Simon Heser, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, war Meisterschüler von Siegfried Anzinger und erhielt 2017 seinen Akademiebrief, Eva Haupt ist seit 2010 an der Akademie und seit 2011 ebenfalls in der Klasse von Siegfried Anzinger, dessen Meisterschülerin sie zur Zeit ist. Sie steht kurz vor ihrem Abschluss.

Bei Eva Haupt sind es Figuren, die die Bildfläche bestimmen. Mit expressiver malerischer Geste versetzt die Künstlerin den Bildraum in Bewegung, bringt Figur und Umraum immer wieder aufs Neue in ein höchst spannungsvolles Verhältnis. Die Körper werden der Bildfläche untergeordnet, verrenkt, verbogen, die Stauchungen und Drehungen, die Positionierung der Körper in der Fläche, der grobe Pinselstrich, die freie Farbgebung, sie geben dem Bild seine Dynamik, seinen Rhythmus, seine Struktur. Als Bildmotive dienen Eva Haupt häufig Menschen und Tiere, sie tauchen aus der Bildfläche auf, rufen Erinnerungen an erstaunlich vertraute Bilder hervor, die zum Greifen nah und voller Lebenskraft sind, Sich dem Betrachter präsentieren, aber trotzdem gleichzeitig merkwürdig entrückt wirken oder sich zu verflüchtigen scheinen. Eva Haupts Bildthemen sind, obgleich sehr gestisch und expressiv gestaltet, seltsam ruhig, manchmal überzogen mit einem fernen Glanz von etwas Märchenhaften, etwas Entschwundenem, Vergangenem, als erzählten sie von einem geheimen Sinn,
Aber gleichzeitig ist die Sprache ihrer Malerei jung, unverbraucht, rigoros und gegenwärtig.

Simon Heser entfaltet dagegen seine Bilder mit annähernd marginalen minimalen Mitteln. Mit Gefügen von Linien, Flächen und figurativen Elementen, versetzt er die Bildflächen sehr gekonnt in Schwingung, konturiert sie, rhythmisiert sie, schafft dissonate und doch letztlich völlig schlüssige Bildgefüge.
Jedes einzelne Bild von Simon Heser testet die Grenzen kompositorischer Schlüssigkeit, den speziellen Zeitpunkt aus, an dem ein Gefüge entsteht. Dabei sind seine Bilder durchdrungen von einem präzisen und sehr entschiedenen Bewusstsein für das Bildganze und die Ränder, die das Ende einer Bildwelt bedeuten. so beschreibt es Melissa Blau, eine Kommolitonin sehr treffend.
Die Farbigkeit ist mal mehr erdbetont, mal von Ferne Leuchtendes reflektierend aber immer zurückhaltend. Obwohl seine Bildmotive, die meist comicartig reduziert sind, mit großer Mühelosigkeit gesetzt zu sein scheinen, kommen sie niemals belanglos oder phrasenhaft daher. Eher entfalten sie mit spielerischer Leichtigkeit eine eigene Welt hinter den Spiegeln, so wunderbar grotesk und unaufdringlich, befreit von jeglichem Anspruch die Wirklichkeit noch irgendwie angemessen darstellen zu können oder zu wollen.

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Märzhase goes first floor

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